Menschen Gestalten Schule

Max Grundig Schule

Berufliche Oberschule

Anmeldung

Informationstag:

Freitag, 26. Januar 2018 ab 14:00 Uhr.
Genauere Informationen zum Programm folgen noch.

 

Anmeldung:

26.02. bis 09.03., montags bis freitags von 8:00 bis 15:00 Uhr

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Berufsinformationszentrum (BiZ)

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Mein Praktikum im Kinder- und Jugendhilfezentrum Fürth

Mein erzieherisches Praktikum habe ich im gemeinnützigen Kinder- und Jugendhilfezentrum (KJHZ) in Fürth absolviert. Die Einrichtung beinhaltet viele verschiedene Abteilungen, mit den unterschiedlichsten Problemfeldern.
Ich beschränkte mich während des Praktikums auf die sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) und die Erziehungsbeistandschaft (EZB).

In der SPFH werden Familien, in denen die Eltern nicht die angemessene Förderung und Versorgung für ihre Kinder leisten können, unterstützt. In den Familien sind Kinder teilweise verwahrlost, weisen große Förderrückstände auf, sind Gewalt ausgesetzt und in ihrem Wohl bedroht. Größtenteils gehören diese Familien einer sozial benachteiligten und armen Schicht an. In der EZB werden Kinder und Jugendliche, die sozial auffällig sind und individuelle Probleme wie Straffälligkeit, schulische Schwierigkeiten und familiären Kummer haben, betreut.
Das Angebot, welches das KJHZ bietet, basiert auf freiwilliger Basis, daher muss die Hilfe beim Jugendamt beantragt werden. Das Jugendamt stellt der Einrichtung für ihre Arbeit Fachleistungsstunden zur Verfügung und leitet die Aufträge zur Durchführung der Maßnahmen an das KJHZ weiter. Generell kann die Betreuung bis zu zwei Jahre durchgeführt werden, in Ausnahmefällen auch länger.

Die Besonderheit im Kinder- und Jugendhilfezentrum ist die zum Teil familienübergreifende Arbeit mit Gruppenangeboten. Diese sind zum Beispiel Kompetenzgruppen für Kinder, Elterntraining, die Wassergewöhnungsgruppe, die Kleinkindgruppe, verschiedene Ferienangebote, Ferienausflüge und vieles mehr.

Das erzieherische Praktikum war für mich mehr als nur eine Erfahrung. Ich lernte die unterschiedlichsten Menschen kennen und setzte mich mit deren Problemen intensiv auseinander. Es machte mir unheimlich große Freude, die Entwicklung der Kinder beobachten zu können und sowohl die kleinen, als auch die großen Fortschritte und Erfolge hautnah miterleben zu dürfen. Es war auch im Nachhinein ein schönes Gefühl zu wissen, dass man selbst mitgewirkt hat, die Ziele zu erreichen. In diesem Beruf sind Geduld, Gelassenheit und Ausdauer das größte Gebot, aber auch starke Nerven sollte man mitbringen. Man lernt Familien mit heftigen Schicksalsschlägen kennen. In diesen Fällen wird einem erstmals bewusst, was "Leben" bedeutet. Für einige Klienten stellen Fragen wie "Wo schlafe ich heute Nacht?" ein riesiges Problem dar. Gegebenheiten, die wir als selbstverständlich ansehen, sind dort Anlass für tägliche existenzielle Nöte der Klienten. Im Endeffekt können wir uns glücklich schätzen, was wir alles haben, tun können, und welche Chancen uns offen stehen, wenn wir uns einen Moment dafür Zeit nehmen und darüber nachdenken.

Lea Sasek, ehemals 11 Sd