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Von der Fürther Straße bis nach Nordafrika

73 Schülerinnen und Schüler der 13. Jahrgangsstufe präsentieren die Ergebnisse ihrer Seminararbeiten

Am 28.02.2012 begann für die Schülerinnen und Schüler der FOS 13 und BOS 13 die letzte Phase ihrer Seminararbeit. Nachdem sie ihre etwa 15-seitigen Ausarbeitungen schon kurz nach den Weihnachtsferien fertig gestellt und abgegeben hatten, mussten sie an diesem Tag

in einer 20-minütigen Präsentation ihre Ergebnisse vorstellen und sich anschließend den Fragen ihrer Betreuungslehrkräfte stellen. Diese neue Form der Abschlusspräsentation fand im Rahmen des Schulversuchs „Seminarfach“ des Kultusministeriums statt, an dem die MGS mit ihren 13. Klassen seit diesem Schuljahr teilnimmt. Alle Präsentationen an einem Tag abzuhalten, ist dabei ein Baustein des Konzepts der Max-Grundig-Schule. Die 13.-Klässler hatten somit auch die Möglichkeit, Präsentationen anderer Seminare zu besuchen. Am Nachmittag konnten interessierte Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe den unterschiedlichen – und oftmals perfekt aufbereiteten – Referaten ihrer Mitschüler zuhören. Somit erhielten diese schon einen kleinen Einblick in das, was sie in der 13. Klasse erwartet oder besser: Sie konnten live erleben, auf welchem hohen Niveau Präsentationen gestaltet und dargeboten werden, wenn der/die Referent/in optimal vorbereitet ist und fundierte Kenntnisse auf seinem Spezialgebiet besitzt.

Bis zur Abschlusspräsentation hatten die Schülerinnen und Schüler schon einen weiten Weg hinter sich: Bereits im Juni 2011 – kurz nach bestandenem Fachabitur – mussten sich die zukünftigen 13.-Klässler ein Seminar mit einem bestimmten Rahmenthema auswählen. Die Angebote reichten von der „Fürther Straße“ bis nach „Nordafrika“ vom „Profisport in der Metropolregion“ bis „Wirtschaftsethik und Unternehmenspolitik im Zeitalter der Globalisierung“. Geforscht wurde auch über Migrantenliteratur, Kernenergie oder den Wald, der aus natur- und geisteswissenschaftlicher Perspektive betrachtet wurde. Eine weitere Besonderheit bei der Umsetzung des Schulversuchs an der Max-Grundig-Schule ist die Betreuung der Seminargruppen durch jeweils zwei Lehrkräfte unterschiedlicher Fachrichtungen. Damit soll ein umfangreicherer und fächerübergreifender Blick auf das Thema ermöglicht werden, um schließlich Ende Juli einen eigenen Forschungsschwerpunkt wählen zu können. Die Erarbeitung des eigenen Themenschwerpunkts ist aber nur ein Aspekt des Seminarfachs. Vorbereitet werden die Schüler vor allem auf wissenschaftliche Arbeitstechniken. Recherchieren, Zitieren, Bibliografieren sind dabei nur die Grundlagen. Der kritische und reflektierte Umgang mit dem Internet als Informationsquelle bildet unter anderem einen Kernpunkt der ersten Phase. Aus diesem Grund besuchte ein Mitarbeiter der Internet-Plattform Wikipedia die Max-Grundig-Schule. Informationskompetenz stellt schließlich eine Schlüsselqualifikation im digitalen Zeitalter dar.

Präsentationstechniken, die die Schüler zum Abschluss ihrer Arbeit anwenden sollen, wurden u.a. in der zweiten Phase des Seminars vom Schuljahresbeginn bis zur Abgabe der Arbeit Mitte Januar geschult. Mit Kurzvorstellungen belegten die Seminaristen ihren Arbeitsfortschritt. Höhepunkt dieser Phase bildete der Rhetorikkurs in Kloster Banz, in dem sich alle Schüler der 13. Klassen zwei Tage lang ausschließlich mit Präsentationstechniken, Körpersprache, Stimmführung und dem sicheren Auftreten vor größeren Gruppen befassten.
Ein wesentliches Ziel des Schulversuchs ist die optimale Vorbereitung der Abiturienten auf das Studium an der Universität – mit dem Abschluss der 13. Klasse und einer weiteren Fremdsprache können Schüler der FOS und BOS an der MGS die Allgemeine Hochschulreife erlangen. Ähnlich wie die so genannten W-Seminare an den Gymnasien soll das Seminarfach an den Beruflichen Oberschulen die zukünftigen Studentinnen und Studenten an die Anfor-derungen des Studiums und der Wissenschaft heranführen. Dazu gehört aber nicht nur eine perfekte schriftliche Darstellung, sondern auch eine gelungene Präsentation der Arbeitsergebnisse vor einem größeren Publikum.

Gernot Helmreich

 

Folgende Rahmenthemen wurden für das Seminar 2011/2012 angeboten. Die im Anschluss genannten Titel erachten die Betreuungslehrkräfte als die gelungensten Seminararbeiten, die innerhalb der jeweiligen Rahmenthemen verfasst wurden:

  • Viele Geschichten – eine Sprache: Deutschsprachige Literatur von Migranten/innen und ihr historisches Umfeld
  • Nadine Dörfner: Vom Protagonisten des Romans "Wie der Soldat das Grammofon repariert" von Sasa Stanisic. Angewandte Strategien der Resilienz im Umgang mit dem jugoslawischen Bürgerkrieg
  • Die Fürther Straße: Aufstieg und Niedergang einer Städteachse
  • Alexander Fuchs: Der Plärrer-Automat als Spiegel der Weimarer Moderne in Nürnberg
  • Nordafrika: Politischer und wirtschaftlicher Wandel einer historisch bedeutsamen Region
  • Alissa Hobbs: Wie können Rechenmethoden der alten Ägypter einer 4. Grundschulklasse vermittelt werden?
  • Wirtschaftsethik und Unternehmenspolitik im Zeitalter der Globalisierung: Eine Untersuchung am Beispiel regionaler Unternehmen
  • Franziska Feghelm: Die Chancen und Risiken einer Auslandsproduktion in China am Beispiel der LEONI AG
  • Profisport in der Metropolregion
  • Tamara Helm: Ist Hochleistungssport im Jugendalter schädlich?
  • Der Wald: Lebensraum – Ökosystem – Kulturgut – Mythos
  • Lisa Goth: Fichte, Fuchs und Farne - Ein erlebnispädagogisches Abenteuer für Kinder im Wald
  • Kernenergie – (K)ein Auslaufmodell? Inwiefern ist die Nutzung der Atomtechnologie heute verantwortbar?
  • Jan Steffan: Theoretisches Modell eines Kernreaktors